Olympia-Filmen Teil 2: Fest der Schönheit
Originalton Ohne Untertiteln Laufzeit: 88 Min.
1935 traf Leni Riefenstahl Dr. Carl Diem, Generalsekretär des
Organisationskomitees für die XI. Olympischen Spiele, die 1936 in Berlin stattfinden sollten. Sie gründete darauf
die „Olympiade-Film GmbH“. Es sollte unter allen Umständen der Eindruck einer staatlichen Auftragsproduktion
vermieden werden. In einer Aktennotiz des Joseph Goebbels vom November 1935 heißt es: „Die Gründung der Gesellschaft
ist notwendig, weil das Reich nicht offen als Hersteller des Films in Erscheinung treten will“. Gesellschafter der „Olympia-Film
GmbH“ waren das Propagandaministerium, Leni Riefenstahl und ihr Bruder Heinz. Für die Produktion stellte Goebbels
einem opulenten Etat in Höhe von 1,5 Millionen Reichsmark zur Verfügung.
1936 besuchte Leni Riefenstahl für Vorarbeiten die Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen und traf
sich mit Benito Mussolini in Rom. Im Mai 1936 begannen die Probeaufnahmen zu den Olympia-Filmen. Leni Riefenstahl arbeitete
mit den bekannten KameramännernWalter Frentz, Willy Zielke, Gustav Lantschner, Hans Ertl sowie zahlreichen anderen zusammen.
Gemeinsam entwickelten sie viele filmtechnische Neuerungen (zum Beispiel Unterwasserkameras und Schienenkameras). Zum Filmstab
gehörten 170 Mitarbeiter. Zwischen 1936 und 1938 sichtete, archivierte, montierte und schnitt Riefenstahl das Filmmaterial
zu den Olympia-Filmen in ihrem Haus in Grunewald. Ein Werkfilm über die Arbeit zu den Olympia-Filmen erhielt 1937 bei
der Pariser Weltausstellung eine Goldmedaille. Am 20. April 1938 feierten die Filme Fest der Völker und Fest
der Schönheit im Ufa-Palast am Berliner Zoo Premiere. Leni Riefenstahl reiste mit dem Film durch Europa. Ihre Tournee
führte sie nach Wien, Graz, Paris, Brüssel, Kopenhagen, Stockholm, Helsinki, Oslo und Rom. Sie erhielt für
die Olympia-Filme den Deutschen Filmpreis 1937/38, den schwedischen Polar-Preis 1938, die Goldmedaille für den besten
Film bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig, den Griechischen Sportpreis sowie beim Filmfestival in Lausanne 1948
im Nachhinein ein Olympisches Diplom zur Olympischen Goldmedaille vom Comitée International Olympique 1938.



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