TRIUMPF DES WILLENS
Originalton
Ohne Untertiteln
Laufzeit: 95 Min.
Triumph des Willens ist ein propagandistischer Dokumentarfilm über den NSDAP-Reichsparteitag 1934
und gilt als eines der einflussreichsten Werke der Regisseurin Leni Riefenstahl.
Der Film enthält Bildmaterial vom Parteitag mit seinen Paraden und Aufzügen sowie zahlreiche Auszüge aus Reden
verschiedener Nazi-Führer während des Parteitags, unter anderem von
Adolf Hitler. Hitler selbst unterstützte den Film und erschien im Abspann
als inoffizieller leitender Produzent. Das vorrangige Thema ist die Rückkehr
Deutschlands als Großmacht mit Hitler als heilbringendem Führer.
Der Titel ist eine Anlehnung von Friedrich Nietzsches Schlagwort
vom „Willen zur Macht"
Triumph des Willens wurde 1935 veröffentlicht
und wurde schnell zu einem der bekanntesten Beispiele für Propagandafilme. Riefenstahl verwendete einerseits relativ
neuartige Techniken wie bewegte Kameras, Teleobjektive und Luftaufnahmen, doch setzte sie auch gekonnt bewährte Mittel ein wie die suggestive Untermalung mit Musik, schnelle Schnitte und raffinierte Bildmontagen, was schließlich
Triumph des Willens zu einem moralisch zwar zweifelhaften, filmgeschichtlich und ästhetisch dennoch bedeutsamen
Film machte.
TAG
DER FREIHEIT
Originalton
Ohne Untertiteln
Laufzeit: 17 Min.
Im Zentrum des propagandistisch
angelegten Dokumentarfilms steht die Demonstration der wieder gewonnenen militärischen
Stärke des Deutschen Reiches seit der "Machtergreifung" der Nazis 1933. Der Film beschränkt
sich hauptsächlich auf die Präsentation der Manöver der Wehrmacht.
Die erste Vorführung fand im privaten Kreis Ende Dezember 1935 in der Berliner
Reichskanzlei statt, die offizielle Premiere ist auf den 30. Dezember 1935 im Ufa-Palast
am Zoo in Berlin datiert. Von insgesamt 17.000 Metern Film verwendete die Regisseurin 760 Meter für das mit 28 Minuten
kürzeste Werk der Parteitagstrilogie. „Tag der Freiheit“ galt lange Zeit als verschollen, ehe der Film Anfang
der 1970er Jahre in US und sowjetischen Archiven auftauchte.
Ein Grund für die Entstehung von Tag der Freiheit war die Tatsache,
dass die Wehrmachtsübungen vom Parteitag 1934 nicht in einem angemessenen Rahmen im
Film Triumph des Willens enthalten waren. Nach einer Auseinandersetzung mit General Walter von Reichenau
machte Riefenstahl den Vorschlag, einen Kurzfilm über die Wehrmacht zu drehen.




OLYMPIA-FILMEN TEIL 1:
FEST DER
VÖLKER
Originalton
Ohne Untertiteln
Laufzeit: 115 Min.
OLYMPIA-FILMEN
TEIL 2:
FEST DER SCHÖNHEIT
Originalton
Ohne Untertiteln
Laufzeit: 88 Min.
1935 traf Leni Riefenstahl
Dr. Carl Diem, Generalsekretär des Organisationskomitees für die XI. Olympischen Spiele, die 1936 in Berlin stattfinden
sollten. Sie gründete darauf die „Olympiade-Film GmbH“. Es sollte unter allen Umständen der Eindruck
einer staatlichen Auftragsproduktion vermieden werden. In einer Aktennotiz des Joseph Goebbels vom November 1935 heißt
es: „Die Gründung der Gesellschaft ist notwendig, weil das Reich nicht offen als Hersteller des Films in Erscheinung
treten will“. Gesellschafter der „Olympia-Film GmbH“ waren das Propagandaministerium, Leni Riefenstahl und
ihr Bruder Heinz. Für die Produktion stellte Goebbels einem opulenten Etat in Höhe von 1,5 Millionen Reichsmark
zur Verfügung.
1936 besuchte Leni Riefenstahl für
Vorarbeiten die Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen und traf sich mit Benito Mussolini in Rom. Im Mai 1936
begannen die Probeaufnahmen zu den Olympia-Filmen. Leni Riefenstahl arbeitete mit den bekannten KameramännernWalter Frentz,
Willy Zielke, Gustav Lantschner, Hans Ertl sowie zahlreichen anderen zusammen. Gemeinsam entwickelten sie viele filmtechnische
Neuerungen (zum Beispiel Unterwasserkameras und Schienenkameras). Zum Filmstab gehörten 170 Mitarbeiter. Zwischen 1936
und 1938 sichtete, archivierte, montierte und schnitt Riefenstahl das Filmmaterial zu den Olympia-Filmen in ihrem Haus in
Grunewald. Ein Werkfilm über die Arbeit zu den Olympia-Filmen erhielt 1937 bei der Pariser Weltausstellung eine Goldmedaille.
Am 20. April 1938 feierten die Filme Fest der Völker und Fest der Schönheit im Ufa-Palast am Berliner
Zoo Premiere. Leni Riefenstahl reiste mit dem Film durch Europa. Ihre Tournee führte sie nach Wien, Graz, Paris, Brüssel,
Kopenhagen, Stockholm, Helsinki, Oslo und Rom. Sie erhielt für die Olympia-Filme den Deutschen Filmpreis 1937/38, den
schwedischen Polar-Preis 1938, die Goldmedaille für den besten Film bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig,
den Griechischen Sportpreis sowie beim Filmfestival in Lausanne 1948 im Nachhinein ein Olympisches Diplom zur Olympischen
Goldmedaille vom Comitée International Olympique 1938.





